optikjurka - Interview

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„Ich kann dich nicht verstehen.“

Schwerhörigkeit muss kein Handicap bleiben!

Hörminderung ist keineswegs ein reines Altersproblem: Weltweit sind rund 360 Mio. Menschen davon betroffen, 32 Mio. davon sind Kinder. In Österreich geht man von rund 1,7 Mio. Menschen aus, die unter einer Hörminderung leiden; rund die Hälfte davon ist jünger als 65 Jahre. Und die Tendenz steigt! Gründe dafür sind die wachsende Lärmbelastung sowie die zunehmende Lebenserwartung. 

Hoch Hören ist essentiell! Hörgeschädigte Kinder haben zum Beispiel Schwierigkeiten, ihre Muttersprache zu erlernen, in weiterer Folge entstehen Probleme in der Schule und im Berufsleben. Bei älteren Personen wiederum wird ein Zusammenhang zwischen Schwerhörigkeit und Demenz beobachtet. Und selbst wenn die Hörminderung nur marginal ist: Wir alle wollen doch Vogelzwitschern und Musik genießen, bei lebhaften Gesprächen mitmischen und auch leise Geräusche wie das Schnurren der Katze oder das Säuseln des Windes wahrnehmen! 

Hörminderung: komplexe Ursachen, effektive Behandlung Für das Hören ist das Zusammenspiel von Gehörgang, Trommelfell, Gehörknöchelchen, Cochlea (Hörschnecke) und Gehörnerv erforderlich. Ist nur ein Glied dieser Kette geschädigt, liegt eine Hörbeeinträchtigung vor. Was unter einem allgemeinen Begriff zusammengefasst wird, ist in Wahrheit ein umfangreiches Thema. Man unterscheidet leichte, mittelschwere und schwere Hörminderung von völligem Gehörverlust; gemessen wird diese in Dezibel. Besonders eine leichte Hörminderung wird oft nicht ernstgenommen, erst bei spürbaren Beeinträchtigungen wird eine Hörminderung festgestellt.

Die gute Nachricht: Den häufigsten Ursachen für Schwerhörigkeit kann man erfolgreich entgegenwirken! Immer effektivere und sensiblere Hörgeräte verschaffen den Betroffenen neue Lebensund Tonqualität!


Wie entsteht Schwerhörigkeit? Innenohrschwerhörigkeit entsteht in der Hörschnecke. Sind deren Haarsinneszellen beschädigt oder vermindert, stellt sich eine permanente Hörminderung ein, die sich verschlechtern kann. Auslöser können medikamentöse Nebenwirkungen, aber auch schwere Infektionskrankheiten oder erblich bedingte Disposition sein.

Partielle Hörminderung tritt im Hochtonbereich auf; dabei sind im Gegensatz zur Schallempfindungsschwerhörigkeit lediglich die Haarsinneszellen an der Basis der Cochlea beschädigt, nicht aber jene im innersten Bereich, die für das Hören tiefer Töne zuständig sind.

Hörminderung, gemessen in Dezibel: Je leiser die Geräusche, desto weniger nehmen die Betroffenen wahr.

„Ich hör‘ nun in  Farbe!“

Wir haben Frau Elisabeth Efferdinger-Moser in den letzten Ausgaben unseres Magazins auf dem Weg zu ihrem Hörgerät begleitet. Nun berichtet sie aus ihrem neuen Alltag. 
Sie haben nun Ihr Hörsystem erhalten – wie fühlen Sie sich damit? 

Elisabeth: Großartig! Hintergrundgeräusche sind wieder präsent, ich kann generell besser hören - und vor allem verstehen. Ein neues Highlight ist das Fernsehen! Während ich mir früher die Handlung öfters zusammenreimen musste, sind nun alle Dialoge verständlich; oft bin ich sogar von der Lautstärke der Filmmusik überrascht. 

Wo sehen Sie die größten Erleichterungen in der Kommunikation mit Ihren Mitmenschen?

Elisabeth: Bei Telefonaten hatte ich früher mit gewissen Tonagen Probleme, vor allem, was das Verständnis von Namen betraf. Das ist nun vorbei! Am deutlichsten aber ist die Veränderung in Gesellschaft. Früher war ich in größeren Runden in mich gekehrt, bin früh nach Hause gegangen. Das lag daran, dass ich alles nur als ermüdendes Stimmen- Wirrwarr wahrnahm. Nun aber kann ich wieder einzelne Gespräche unterscheiden, und zwar in der genau richtigen Lautstärke. Man kann sagen, ich bin endlich wieder voll involviert und zurück im Leben!

Zu Ihren Hobbys zählt ja auch das Reiten – welchen Einfluss hat Ihr Hörsystem denn auf Ihre Freizeit?
Elisabeth: Auch hier kann ich nur Positives berichten! Beim Reiten hält das Hörgerät tipptopp, erst nach einigen Stunden merkt man überhaupt, dass man es trägt. Außerdem nehme ich Motorengeräusche oder Fahrradklingeln viel früher wahr, was natürlich insgesamt für mehr Sicherheit sorgt.

Mein Hinter-dem-
Ohr-Hörgerät hält
auch im Galopp
felsenfest!